So bestellen Sie einen Lack in einer bestimmten Nuance
Betroffene Produkte ansehenDen Lack nach Farbton zu bestellen bedeutet nicht nur, einen Farbcode anzugeben: Es geht darum, die richtigen Informationen zusammenzutragen, um den zum Fahrzeug passenden Farbton zu erhalten.
Wenn eine Bestellung von Lack nach Maß schiefgeht, liegt das fast immer an einer fehlenden oder falsch interpretierten Angabe zu Beginn: ein verkehrt herum abgeschriebener Code, die vergessene Marke oder das vergessene Baujahr des Fahrzeugs oder eine zu niedrig angesetzte Menge, die eine Eilnachbestellung erforderlich macht – mit dem Risiko einer Farbabweichung zwischen den beiden Dosen. Solche Fehler sehen wir täglich am Schalter und bei Online-Bestellungen bei Carross. Diese Anleitung fasst der Reihe nach alles zusammen, was man zusammenstellen muss, um auf Anhieb richtig zu bestellen – Hersteller, Code, Lack-System, Menge, Verpackung – und zu vermeiden, dass man in der Lackierkabine ins Stocken gerät. Um die Referenznummer an der Karosserie zu finden, nutzen Sie unseren Leitfaden „So finden Sie den Farbcode Ihres Autos“.
Der Tipp vom Tech’Team
Das, was den Unterschied macht: Der Reflex, der Fehler verhindert
Bestellen Sie niemals nur anhand eines einzelnen Farbcodes. Geben Sie immer die Marke, das genaue Modell sowie den Monat und das Jahr der Erstzulassung an. Ein und derselbe Code kann bei einem Hersteller Blau und bei einem anderen Grau bezeichnen oder sich von Jahr zu Jahr in der Zusammensetzung geändert haben. Anhand dieser drei Angaben kann der Techniker sofort die richtige Rezeptur in der Farbmesssoftware bestätigen.
Das Wichtigste in Kürze: Um einen Lack in einer bestimmten Farbe zu bestellen, müssen fünf Angaben vorliegen: Marke und Baujahr des Fahrzeugs, Farbcode des Herstellers, gewünschtes System (Grundierung zum Überlackieren oder Direktglanz), Menge entsprechend der zu lackierenden Fläche und Verpackungsart (Dose oder Aerosol). Bei Carross überprüfen wir systematisch die Übereinstimmung dieser fünf Punkte, bevor wir die Farbabstimmung im Labor in Auftrag geben, damit das gelieferte Produkt ohne böse Überraschungen aufgetragen werden kann.
1. Zunächst eine Diagnose
- Farbcode ermittelt, aber es gibt mehrere Varianten – das Baujahr des Fahrzeugs angeben, um die richtige Rezeptur zu ermitteln, oder von der Standardfarbe ausgehen, die in den meisten Fällen geeignet ist, indem eine Spritzmusterkarte und eine versenkte Farbprobe angefertigt werden
- Neuer Metallic-, Perlglanz- oder deckender Farbton – eine Grundierung zum Überlackieren sowie einen geeigneten Klarlack bestellen
- Opaker Farbton bei Nutzfahrzeugen oder Oldtimern – prüfen, ob eine 2K-Hochglanzlackierung vorzuziehen ist
- Dreischichtlackierung oder getönter Klarlack – das komplette System bestellen (Grundierung + Perlmutt-Basislack oder Basislack + spezifischer getönter Klarlack)
- Komplette Karosserieteile oder Ausbesserung mit der Spritzpistole – Lack in der entsprechenden Farbe im Eimer in passender Menge, unter Berücksichtigung einer Sicherheitsreserve (geringe Theoretische Ergiebigkeit je nach Pigmenten, unterschätzte Fläche oder für die versenkte Ausbesserung erforderliche Fläche)
- Kleine punktuelle Retusche – individuell angefertigtes Aerosol in der gewünschten Farbe
2. Das erforderliche Material
- Maßgefertigter Lack (Eimer oder Aerosol)
- 2K-Klarlack-Aerosol für Karosserien
- Spritzmusterkarte
- 2K-Klarlack für die Spritzpistole
3. Die Schritte zur Bestellung
- Notieren Sie den Farbcode. Suchen Sie das Herstelleretikett am Fahrzeug und übertragen Sie den Code exakt, ohne die Ziffer 0 mit dem Buchstaben O zu verwechseln oder Zeichen zu vertauschen.
- Bestimmen Sie die Rezeptur oder Variante. Geben Sie das Jahr der Erstzulassung des Fahrzeugs an. Bei mehreren Varianten wählen Sie den Stammfarbton (Standardrezeptur) oder lassen Sie sich vom technischen Kundendienst beraten, wenn eine deutliche Abweichung bekannt ist.
- Das Lack-System identifizieren. Die Art des Farbtons überprüfen: 2K-Direktglanz (für bestimmte deckende Lacke/Nutzfahrzeuge), Basislack matt zum Überlackieren (Metallic, Perlglanz, moderne deckende Lacke) oder ein spezifisches Dreischichtsystem/getönter Klarlack, der mehrere Produkte erfordert.
- Schätzen Sie die benötigte Menge. Berechnen Sie den Farbverbrauch anhand der Fläche, berücksichtigen Sie dabei jedoch die Theoretische Ergiebigkeit der Farbe (Pigmente mit geringer Deckkraft) sowie die erforderliche Sicherheitsmarge für den nahtlosen Übergang zu angrenzenden Teilen.
- Wählen Sie das Format. Farbe im Eimer für die Spritzlackierung, Aerosol mit der entsprechenden Farbe für punktuelle Retuschen.
- Bestellung aufgeben. Geben Sie den Farbcode, die Marke, das Modell, das Erstzulassungsjahr und die gewünschte Lackierung an.
- Bei Erhalt prüfen. Die Angaben auf dem Behälter überprüfen und anschließend systematisch eine klarlackierte Spritzmusterkarte anfertigen, bevor der Lack auf das Fahrzeug aufgetragen wird.
4. Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
- Den Farbcode ohne Marke und Baujahr angeben: Gefahr von Namensgleichheiten zwischen Herstellern oder Fehlern bei der richtigen Farbrezeptur je nach Fahrzeuggeneration.
- Verwechslung der Zeichen im Farbcode: Vertauschung einer Ziffer und eines Buchstabens (wie die Null „0“ und das „O“ oder die Eins „1“ und das „I“), was direkt zu einer falschen Farbrezeptur führt.
- Die Zusatzprodukte eines Dreischichtlacks vergessen: Nur die Effektgrundierung bestellen, ohne die spezifische Grundierung oder den getönten Klarlack, die laut Rezeptur erforderlich sind.
- Die Menge knapp bemessen: Mitten in der Lackierkabine geht das Produkt aus und man ist gezwungen, eine weitere Charge nachzubestellen, mit dem Risiko einer geringfügigen Abweichung beim Abwiegen an der Theke.
- Eine ungeeignete Verpackungsgröße wählen: Ein Aerosol für eine komplette Karosserieteile bestellen (unzureichende Schichtdicke, Sprühdruck und Durchfluss) oder einen Liter-Eimer mit Spritzvorbereitung für einen einzelnen Lackschaden oder einen punktuellen Bereich.
- Das Bauteil ohne vorherige Spritzmusterkarte lackieren: Erst nach dem Lackieren des Teils am Fahrzeug einen Farbtonunterschied oder mangelnde Deckkraft feststellen.
5. So wählen Sie die richtigen Produkte aus
Verpackungsform je nach Arbeitsaufwand: Für eine komplette Karosserieteile, mehrere Teile oder eine versenkte Nahtstelle wählen Sie unbedingt den Literbehälter für den Spritzantrag. Verwenden Sie das maßgeschneiderte Aerosol nur für punktuelle Retuschen, kleine Zubehörteile oder einzelne Bereiche.
System je nach Farbton: • Opake Lacke für Nutzfahrzeuge oder ältere Generationen: 2K-Glanzlack (Polyurethan) für eine einstufige Anwendung ohne Klarlack.
• Moderne Decklacke, Metallic- oder Perlglanzlacke: Basislack matt mit anschließender Lackierung erforderlich (Zweischichtsystem mit 2K-Schutzklarlack).
• Sonderfarbe (Dreischicht oder getönter Klarlack): Komplettsystem auf Bestellung (Effektgrundierung + Basislack + Klarlack oder Basislack + getönter Klarlack).
Menge und Sicherheitszuschläge: Berechnen Sie den Farbbedarf unter Berücksichtigung der Oberfläche des reparierten Teils sowie des Überlappungsbereichs auf dem angrenzenden Bauteil, zuzüglich einer Reserve für die Spritzmusterkarte. Bei Farben mit geringer theoretischer Ergiebigkeit (Gelbtöne, leuchtende Rottöne) sollten Sie den Farbbedarf grundsätzlich erhöhen.
Empfehlung von Carross: Bei Unsicherheiten bezüglich des Systems (Direktglanz vs. Klarlack) oder hinsichtlich des Vorhandenseins einer speziellen Grundierung (Dreischichtsystem) wenden Sie sich bitte vor dem Absenden Ihres Warenkorbs an den Kundenservice und geben Sie dabei den Farbcode, die Marke und das Baujahr des Fahrzeugs an. Eine vorherige Überprüfung der Rezeptur verhindert jegliche Probleme in der Lackierkabine.
6. FAQ
Wie finde ich den Farbton meines Autos heraus, um den Lack zu bestellen?
Die Referenz ist auf dem Herstelleretikett des Fahrzeugs zu finden (im Türspalt, unter der Motorhaube oder im Kofferraum). Dort ist der aus Buchstaben und/oder Zahlen bestehende Farbcode angegeben. Die genauen Angaben zur Identifizierung finden Sie in der Anleitung zum Ermitteln des Fahrzeugfarbcodes.
Reicht der Farbcode aus, um den richtigen Farbton zu bestellen?
Der Farbcode ist unverzichtbar, reicht aber allein nicht immer aus. Für ein und dieselbe Referenznummer bringt ein Hersteller im Laufe der Produktionsjahre oder je nach Produktionswerk regelmäßig Varianten auf den Markt. Bei Carross ermöglicht die Angabe von Baujahr und Modell die Auswahl der am besten passenden Farbmischung. Um anschließend allfällige winzige Abweichungen aufgrund der Alterung der Karosserie auszugleichen, wird in der Lackierkabine in der Regel die Technik des „versenkten Übergangs“ zum benachbarten Bauteil angewendet.
Wie viel Lack in der gewünschten Farbe sollte man bestellen?
Das hängt von der zu lackierenden Fläche, der Theoretischen Ergiebigkeit des Farbtons (Gelb-, Rot- oder Weißtöne erfordern oft mehr Schichten) und der Beilackierzone ab. Planen Sie immer eine Sicherheitsreserve für die Spritzmusterkarte ein, da eine erneute Vorbereitung während der Arbeiten zu einer leichten Abweichung bei der Abwägung führen kann. Im Zweifelsfall hilft Ihnen unser technischer Service dabei, die genaue Menge zu ermitteln.
Muss zusammen mit dem abgetönten Lack auch ein Klarlack bestellt werden?
Das hängt von der gewählten Oberflächenbehandlung ab. Bei einem direkt glänzenden Polyurethan-System (2K), das häufig für opake Nutzfarben verwendet wird, sorgt die Farbe selbst für den Glanz und erfordert keinen Klarlack. Bei allen Metallic- und Perlglanzfarben sowie bei deckenden Farbtönen auf Basislack matt (wasserverdünnbar oder auf Lösungsmittelbasis) ist hingegen der Auftrag eines 2K-Klarlacks unerlässlich, um den Farbton zu schützen und ihm seinen endgültigen Glanz und seine Brillanz zu verleihen.
Kann man ein Aerosol in derselben Farbe wie einen Farbtopf bestellen?
Ja. Die Aerosol-Flasche wird anhand desselben Farbcodes und derselben Variante wie der Farbtopf vorbereitet, was die Übereinstimmung zwischen einer Retusche mit dem Aerosol und einer mit der Lackierpistole neu lackierten Fläche gewährleistet. Das Aerosol ist für kleine Flächen vorgesehen, während der Farbtopf für Flächen verwendet wird, bei denen der Einsatz der Spritzpistole sinnvoll ist.
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