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Der Füller ist die unsichtbare Schicht, die über die Haltbarkeit des gesamten Lacks entscheidet: Die richtige Auswahl und das richtige Auftragen sind entscheidend für ein langlebiges Ergebnis.

Wenn in der Werkstatt ein Lack einige Monate nach der Reparatur Blasen wirft, porös wird oder sich ablöst, wird oft der Lack oder der Klarlack dafür verantwortlich gemacht. In neun von zehn Fällen lag der Fehler jedoch bereits unter der Lackschicht: falsche Art des Füllers, schlampige Trocknung, ausgelassenes Schleifen. Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Überblick über den Füller – Funktionen, Typen, Auswahl, Auftrag – damit Sie, genau wie in der Werkstatt „Carross“, auf Anhieb das richtige Produkt wählen und der Lack langfristig hält.

Das Wichtigste in Kürze

Der Füller ist die Zwischenschicht zwischen dem Untergrund und dem Lack. Er sorgt für Haftung, isoliert, schützt das Metall und gleicht Mikroschäden aus. Die Wahl der Produktfamilie richtet sich nach dem Untergrund und dem zu behebenden Defekt: Epoxidharz auf blankem Metall, Spachtelmasse zum Ausgleichen, Nass-in-Nass-Verfahren für eine schnelle Bearbeitung, Spezialgrundierung für Kunststoff an Stoßstangen. Dies ist das Schema, das das Carross-Team vor jedem Auftrag anwendet.

Die Rolle eines Füllers in der Lackierkette

Ein Füller ist nicht nur eine einfache dekorative Vorbeschichtung: Er erfüllt drei unterschiedliche technische Funktionen, und wenn man diese verwechselt, wählt man das falsche Produkt aus.

Die erste ist die Haftung. Ein Lack, der direkt auf Blech, geschliffene Spachtelmasse oder eine alte Lackschicht aufgetragen wird, haftet nicht dauerhaft. Der Füller schafft die mechanische und chemische Verbindung zwischen diesem schwierigen Untergrund und der nachfolgenden Farbbeschichtung. Er ist es, der die „Verbindung“ zwischen zwei Materialien herstellt, die für sich allein nicht zusammenhalten würden.

Die zweite wesentliche Funktion des Füllers ist der Schutz und die Isolierung des Untergrunds.

Auf blankem Metall wirkt sie als Barriere gegen Feuchtigkeit und begrenzt das Auftreten von Korrosion. Dies ist unverzichtbar bei Blechen, die nach dem Schleifen oder Abbeizen blankgelegt wurden.

Auf einem unbekannten oder empfindlichen Untergrund, bei altem Lack unbekannter Beschaffenheit oder bei brüchigem Klarlack wirkt der Füller als Isolierschicht. Sie verhindert, dass die Lösungsmittel der neuen Lackschichten in den Untergrund eindringen und diesen reaktivieren, wodurch Fehler wie Aufwellen, Ausbluten oder Porenbildung vermieden werden.

Die dritte Funktion ist die Ausgleichsschicht. Bestimmte Füller sind mit Füllstoffen angereichert, um Spuren des Schleifens, Reste der Spachtelmasse und kleine Unebenheiten auszugleichen und so einen perfekt glatten Untergrund für den Farbauftrag zu schaffen. Ein Farbauftrag, insbesondere im Glanzbereich, verdeckt nichts: Er bringt im Gegenteil jeden noch so kleinen Untergrundfehler zum Vorschein. Ein und dasselbe Produkt vereint diese drei Funktionen nicht immer gleichermaßen: Genau aus diesem Grund gibt es mehrere Produktfamilien, die jeweils auf einen bestimmten Verwendungszweck ausgerichtet sind. Bei der Auswahl eines Füllers muss man zunächst feststellen, welche dieser drei Funktionen bei Ihrer Arbeit im Vordergrund steht.

Die großen Produktfamilien der Füller für die Karosserie

Wer die Produktfamilien versteht, versteht auch, warum man nicht einfach „irgendeinen Füller“ nach dem Zufallsprinzip wählen kann. Jede ist auf einen bestimmten Untergrund und ein bestimmtes Ziel zugeschnitten.

Die Epoxid-Grundierung ist die Schutzgrundierung schlechthin für blankes Metall. Mit hervorragender Haftung auf Stahl und sehr gutem Korrosionsschutz bildet sie eine harte und stabile Grundierung. Sie wird eingesetzt, sobald Blech freigelegt wurde, oft sogar noch vor der Spachtelmasse, da sie das Metall vor Feuchtigkeit schützt und als solide Grundlage für alle nachfolgenden Arbeitsschritte dient. Der Nachteil: Sie hat eine geringe Füllkraft und benötigt in der Regel eine längere Trocknungszeit als andere Produktfamilien. Dieser Füller wählt man, wenn der Korrosionsschutz Vorrang vor dem Ausgleich von Unebenheiten hat.

Der Füller 2K ist das eigentliche Arbeitstier in der Werkstatt. Dank seiner hohen Füllkraft gleicht er Schleifspuren (Körnung P150 bis P240, im Endschliff sogar P320) und kleine Oberflächenfehler aus, um einen ebenmäßigen Untergrund wiederherzustellen.

Sie wird in mehreren Schichten auf einen mit Spachtelmasse oder grob geschliffenen Untergrund aufgetragen und nach vollständiger Trocknung schrittweise abgeschliffen, um eine perfekt glatte und gleichmäßige Oberfläche zu erzielen. Sie bestimmt die endgültige Ebenheit: Die Beize und der Klarlack bringen lediglich die darunter liegende Arbeit zum Vorschein.

Um zu erfahren, in welchen konkreten Fällen sie zu verwenden ist und welche Schichtdicke angestrebt werden sollte, lesen Sie unseren speziellen Leitfaden: [Wann verwendet man einen Füller?](/wann-verwendet-man-einen-Füller).

Der Nass-in-Nass-Füller (nicht füllend) wird nach einer kurzen Trocknungszeit ohne Zwischenschleifen mit dem Lack überstrichen. Auf bereits intakten und glatten Oberflächen spart man erheblich Zeit, typischerweise bei einer sauberen Reparatur, bei der es eher auf Haftung und Isolierung als auf das Ausfüllen ankommt. Dies ist die richtige Wahl für Arbeiten, bei denen der Untergrund bereits in gutem Zustand ist und man direkt fortfahren möchte, ohne einen zusätzlichen Schritt beim Schleifen einzulegen. Allerdings füllt sie keine Unebenheiten auf: Der Untergrund muss bereits einwandfrei sein, da jeder unter dieser Schicht verbliebene Fehler unter der Farbe wieder zum Vorschein kommt.

Die spezielle Kunststoffgrundierung trägt der Tatsache Rechnung, dass Stoßstangen und flexible Bauteile den Lack nicht so gut halten wie Blech. Man trägt einen Haftvermittler (Kunststoffprimer) oder eine für diese Untergründe entwickelte Grundierung auf, manchmal ergänzt durch ein Additiv für die Weichheit im Lacksystem. Ohne sie blättert der Lack schon beim ersten Steinschlag ab: Bei einem flexiblen Bauteil ist die Flexibilität des Lackfilms ebenso wichtig wie die Haftung, da eine zu starre Schicht dort reißt, wo sich der Kunststoff biegt.

UV-Füller und Aerosole decken kleine Flächen und punktuelle Mängelab. Ein UV-Füller härtet unter Bestrahlung mit einer geeigneten UV-Lampe innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten aus, wodurch punktuelle Reparaturen und Spot-Repair-Arbeiten erheblich beschleunigt werden können; ein Aerosol-Lack, der als Füll- oder Deck-Lack dient, ermöglicht die Behandlung eines Defekts, ohne die Spritzpistole hervorzuholen oder eine Mischung anzurühren. Ideal für einen Steinschlag, eine kleine Ausbesserung oder eine punktuelle Reparatur, ohne den gesamten Lackierplatz zu beanspruchen oder eine vollständige Vorbereitung für wenige Quadratzentimeter in Gang zu setzen.

1K oder 2K: Was macht den Unterschied?

Die Bezeichnung 1K oder 2K findet sich auf allen Produktdatenblättern und hat direkten Einfluss auf das Ergebnis. Ein 1K-Füller ist gebrauchsfertig und kommt ohne Härter aus: Er ist praktisch und schnell, eignet sich für Retuschen, kleine Flächen und Aerosole, bietet jedoch eine geringere mechanische und chemische Beständigkeit, insbesondere gegenüber den Lösungsmitteln des Lacks.

Ein 2K-Füller hingegen wird unmittelbar vor dem Auftragen mit einem Härter gemischt: Sie härtet chemisch aus und bildet einen harten, füllenden und widerstandsfähigen Film. Das macht sie zum Standard für gründliche und dauerhafte Reparaturen.

Im Gegenzug muss bei 2K das angegebene Mischverhältnis sowie die Verarbeitungszeit („Pot Life“) eingehalten werden: Nach Ablauf dieser Zeit beginnt das Produkt im Behälter zu erstarren, lässt sich weniger gut auftragen und kann zu Spannungs- oder Trocknungsfehlern führen.

Bei Carross ist die Logik einfach: 1K wird für kleine Flächen und schnelle Reparaturen verwendet, und man wechselt zu 2K, sobald eine solide und dauerhafte Grundierung erforderlich ist. Wählt man die falsche Produktkategorie, führt dies entweder dazu, dass eine geringfügige Retusche übermäßig aufwendig wird, oder – was problematischer ist – dass eine zu empfindliche Grundierung unter einem Lack aufgetragen wird, der langfristig halten soll.

Der getönte Füller – für perfekte Farbkontrolle

Bei schwer zu deckenden Farbtönen – leuchtende Rottöne, Gelbtöne, bestimmte kräftige Farben – erfordert der standardmäßige graue Untergrund mehrere Farbschichten, um eine vollständige Deckkraft zu erzielen, was Material verbraucht und die Arbeitszeit verlängert. Das Abtönen des Füllers in einem Farbton, der dem Endfarbton nahekommt, oder in dem in der Farbanleitung empfohlenen Grauton reduziert die Anzahl der erforderlichen Schichten und gewährleistet die Deckkraft.

Dies ist ein bewährtes Verfahren, das bei großen Flächen Material und Zeit spart, vorausgesetzt, man hält sich an die vom verwendeten Lack-System zugelassenen Farbtöne für den Füller. Die richtige Grundierung lässt sich nicht improvisieren: Sie ist oft im Farbfarbtonblatt angegeben, und ihre Einhaltung gehört ebenso zur Vorbereitung wie das Schleifen.

Füller richtig auftragen

Zunächst einmal muss die Oberfläche sauber, entfettet und vollkommen trocken sein: Ein Füller, der auf einen fettigen oder feuchten Untergrund aufgetragen wird, haftet nicht, unabhängig von seiner Qualität. Eine sorgfältige Entfettung und Entstaubung unmittelbar vor dem Auftragen verhindern Fingerabdrücke, Ränder und Einschlüsse. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Vorbereitung, die in unserem Leitfaden [Karosserie vor dem Lackieren vorbereiten](/preparer-carrosserie-avant-peinture) ausführlich beschrieben wird.

Anschließend wird der Füller in gleichmäßigen Schichten aufgetragen, wobei die Schichtdicke pyramidenförmig aufgebaut wird und die Empfehlungen des Herstellers beachtet werden. Ist er zu dick, läuft er und trocknet nicht richtig durch, wodurch die Lösungsmittel eingeschlossen werden; ist sie zu dünn, deckt sie nicht richtig ab und schützt nicht ausreichend, sodass der Untergrund durchscheint. Zwischen den Schichten muss die im technischen Datenblatt angegebene Trocknungszeit eingehalten werden: Wird diese verkürzt, werden Lösungsmittel unter der nächsten Schicht eingeschlossen.

Die vollständige Trocknung hängt von der Produktfamilie und der Temperatur in der Werkstatt ab: schnell bei UV-Lampen, länger bei Epoxidharzen. Eine zu kalte Werkstatt verlängert diese Zeiten immer, daher hat das technische Datenblatt Vorrang vor allen auswendig gelernten Regeln. Bei füllenden Füllern folgt schließlich das Schleifen, trocken oder nass je nach Werkstattgewohnheit, mit Körnungen von P400 bis P800, je nach der unter dem Lack angestrebten Endbeschaffenheit. Man arbeitet Schritt für Schritt vor, ohne jemals mehr als eine Körnung zu überspringen, um die Kratzer der vorherigen Körnung zu beseitigen, ohne tiefere zu verursachen. Die gesamte Oberfläche wird mattiert: Ein Bereich, der glänzend bleibt, ist ein Bereich, an dem die Farbe schlecht haftet.

Kann man wirklich auf den Füller verzichten?

Diese Frage taucht oft auf, getrieben von dem Wunsch, schneller voranzukommen. Die Antwort hängt vom Zustand des Untergrunds ab. Auf einem bereits grundierten oder lackierten, intakten und lediglich mattierten Untergrund ist eine Ausbesserung des Lacks ohne erneutes Auftragen eines Füllers möglich: Die vorhandene Schicht erfüllt bereits ihre Funktion als Haftvermittler und Isolierung.

Sobald man jedoch den Untergrund bearbeitet – freiliegendes Metall, frische Spachtelmasse, roher Kunststoff –, bedeutet der Verzicht auf Füller, dass die Haltbarkeit zum Scheitern verurteilt ist: schlechte Haftung, Korrosion, die unter dem Lack wieder einsetzt, Abblättern beim ersten Stoß. Der Füller ist dann keine Option, sondern ein unverzichtbarer Schritt. Wer bei diesen Untergründen darauf sparen will, verschiebt das Problem nur um einige Monate und sorgt dafür, dass eine komplette Nachbesserung unumgänglich wird. Die richtige Frage lautet also nicht „Kann ich darauf verzichten?“, sondern „Ist mein Untergrund bereits geschützt und haftfähig oder nicht?“.

Fehler, die zum Ablösen des Lacks führen

Einen füllenden Füller unbearbeitet zu lassen, ohne ihn abzuschleifen, bedeutet, die Mängel beizubehalten, die er eigentlich ausgleichen sollte, und dem Lack einen nicht mattierten Untergrund zu bieten – also einen doppelten Fehler hinsichtlich Haftung und Ebenheit. Zu frühes Streichen auf einem Füller, der noch nicht durchgetrocknet ist, schließt die Lösungsmittel ein, die dann in Form von Blasen und Rissen an die Oberfläche dringen. Das Auftragen einer Spachtelmasse direkt auf blankes Metall ohne darunterliegende Epoxidschicht entzieht der Reparaturstelle ihre Korrosionsschutzbarriere und lässt Feuchtigkeit unter dem Lack wirken. Wer „nass in nass“ mit einer Füllspachtelmasse verwechselt, verwendet ein Produkt, das auf einer mit Fehlern übersäten Oberfläche nichts ausgleicht – diese Fehler treten sofort wieder zutage. Schließlich führt das Weglassen der Grundierung auf Kunststoff garantiert zu Abblättern schon beim ersten Steinschlag, und das Überspringen von Körnungen beim Schleifen hinterlässt tiefe Kratzer, die unter der Farbe durchscheinen.

So wählen Sie aus

- Blanker Metalluntergrund | Bevorzugen Sie zunächst einen Epoxid-Füller für gute Haftung und Korrosionsschutz
- Gespachtelte oder unebene Oberfläche | 2K-Füller zum Ausfüllen, anschließend glatt schleifen
- Intakter, bereits glatter Untergrund | Nass-in-Nass-Verfahren, um Zeit zu sparen, ohne zwischendurch zu schleifen
- Stoßstangen und flexible Teile | Füller für Kunststoff für Flexibilität und gute Haftung
- Kleine punktuelle Retuschen | Aerosol oder UV-Spray zur Bearbeitung des Bereichs ohne Spritzpistole
- Schwierig zu deckende Farbe | im Grundton getönter Füller empfohlen, um die Anzahl der Schichten zu reduzieren
- Wenn eine langlebige Grundierung gewünscht ist | bei echten Reparaturen lieber 2K statt 1K verwenden
- Auswahl der Spachtelmasse im Vorfeld | orientieren Sie sich am Leitfaden [Welche Karosseriespachtelmasse wählen?](/welche-karosseriespachtelmasse-wählen)
- Die Empfehlung von Carross | Gehen Sie von Untergrund und Defekt aus, bevor Sie das Produkt wählen: Das richtige Produkt entscheidet, niemals die Gewohnheit

Je nach Untergrund sollten Sie sich für die PPG-Grundierungsreihe entscheiden: Füller, Nass-in-Nass-Grundierung, Haftgrundierung.

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FAQ

Muss die Spachtelmasse vor oder nach dem Füller aufgetragen werden?

Die Spachtelmasse wird vor dem füllenden Füller aufgetragen: Man repariert die Stelle, schleift die Spachtelmasse ab, dann gleicht der Füller die Oberfläche aus und füllt die letzten Kratzer vor dem Lackieren auf. Auf blankem Metall tragen viele Werkstätten zunächst ein Epoxidharz zum Schutz des Blechs auf, dann die Spachtelmasse und schließlich den füllenden Füller. In jedem Fall wird der Füller erst nach dem Spachteln aufgetragen: Er sorgt für den endgültigen matten Untergrund.

Wie lange muss man zwischen Füller und Lack warten?

Das hängt von der Art des Füllers und der Temperatur in der Werkstatt ab; es gibt keine Universal-Wartezeit. Ein 2K-Spachtel muss vor dem Schleifen und anschließenden Lackieren vollständig durchgetrocknet sein, ein UV-Füller ist nach wenigen Minuten unter der Lampe bereit, und ein „Nass-in-Nass“-Füller kann nach einer kurzen Lüftungszeit überlackiert werden. Halten Sie sich immer an das Produktdatenblatt, das die genauen Zeiten je nach Temperatur angibt.

Kann man ohne Füller lackieren?

Auf einem bereits grundierten oder lackierten und lediglich mattierten Untergrund ist eine Überlackierung ohne erneutes Auftragen eines Füllers möglich. Auf blankem Metall, frischer Spachtelmasse oder Kunststoff führt das Lackieren ohne Füller jedoch zu einer mangelhaften Haltbarkeit: schlechte Haftung, Korrosion, Abblättern. Sobald der Untergrund bearbeitet wird, ist der Füller unverzichtbar.

Welche Füller soll man wählen?

Richten Sie sich nach dem Untergrund und dem Defekt: Epoxid zum Schutz von blankem Metall, 2K-Spachtelmasse zum Ausfüllen und Glätten, Nass-in-Nass-Verfahren für schnelles Arbeiten auf intakten Oberflächen, Spezialspachtel für Kunststoff an Stoßstangen, Aerosol oder UV-Spachtel für kleine Retuschen. Entscheidend ist die Kombination aus Untergrund und Defekt, niemals allein die Gewohnheit.

Der Tipp vom Tech-Team

Versuchen Sie nicht, den Defekt in einem einzigen Arbeitsgang auszugleichen

Ein Füller wird nicht bereits in der ersten Schicht mit maximaler Füllkraft aufgetragen. Der Versuch, zu schnell „aufzufüllen“, erhöht das Risiko von Läufern, unzureichender Durchhärtung und eingeschlossenen Lösungsmitteln erheblich.

Der richtige Ansatz besteht darin, die Füllkraft schrittweise zu erhöhen: ein erster Haftanstrich, gefolgt von einer oder zwei Schichten mit höherer Füllkraft. Diese Methode verbessert die Haftung, minimiert Fehler und gewährleistet ein gleichmäßigeres Schleifen.

Die empfohlene Anzahl der Schichten und die empfohlene Schichtdicke entnehmen Sie bitte dem technischen Datenblatt.

Aktualisiert am: 07.07.2026


Hier finden Sie unsere Anleitungen und Tutorials zur Karosserietechnik. Das Tech’Team Carross: +33 (0)1 60 27 20 19.

Anthony M.
Verfasst und freigegeben von Anthony M. Technischer Leiter bei Carross Profil anzeigen →